27.06.2014 Überregional

Unkrautbekämpfung bei/nach Reihenschluss

Die allerletzte Möglichkeit

Auch wenn die Herbizide 2014 sehr gut gewirkt haben, ist hier und da noch Restverunkrautung zu beseitigen bzw. sind noch Spätkeimer aufgelaufen. Um spätere Probleme und Handarbeit zu begrenzen, stehen bei/nach Reihenschluss noch begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung:

Flächenspritzung gegen Hirse:

  • Sobald die Hirse genügend Blattmasse über dem Rübenbestand ausgebildet hat, ist ein Graminizideinsatz wieder möglich.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit bei der Behandlung verbessert die Wirkung.
  • Kombination mit Fungiziden ist bei Bedarf möglich.

Unterblattspritzung:

  • Gute Herbizidwirkung aufgrund geringer Wachsschicht der Unkräuter unter dem “Rübendach“.
  • Selbst aggressive Herbizidmischungen schädigen die Rüben nicht, da sie kaum benetzt werden.
  • Zusätzliche Möglichkeit der Versiegelung mit Bodenherbiziden.
  • Kleine Unkräuter werden auch in der Reihe bekämpft.
  • Unkräuter zwischen den Reihen dürfen nicht zu groß sein, damit sie vollständig benetzt werden.
  • Spezialgerät erforderlich

Maschinenhacke:

  • Arbeitstiefe so tief wie nötig und so flach wie möglich.
  • Nachfolgend trockene Witterung verhindert das Wieder-Anwachsen der Unkräuter.
  • Zwischen den Reihen werden auch größere Unkräuter  erfasst.
  • Kleine Unkräuter werden auch in der Reihe durch Verschütten bekämpft.
  • Der geschlossene Rübenbestand reduziert den Neuauflauf von Unkräutern.
  • Eventuell notwendige Handhacke wird erleichtert (lockerer Boden).        
  • Blatt- und Rübenverluste durch angepasstes Fahren möglichst gering halten.

Über Ihre Fragen und Anregungen freut sich:
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