25.04.2014 Überregional

Lücken im Bestand

Woran kann es liegen?

Auch wenn sich die Rüben im LIZ-Gebiet insgesamt gut präsentieren, sieht man hier und da Schläge mit lückigen und ungleichmäßigen Beständen.
Die Ursachen für Fehlstellen und Entwicklungsunterschiede sind vielfältig:

Überlagertes Saatgut

Während der Überlagerung verliert Saatgut an Triebkraft und Keimfähigkeit. Dass man diesen Qualitätsverlust nicht unterschätzen sollte, wird auch in diesem Jahr wieder auf einigen Flächen deutlich. Vor allem dort, wo altes Saatgut nicht untergemischt wurde, werden die Pflanzenausfälle offensichtlich. Die Pillen beginnen in vielen Fällen zwar noch mit der Keimung, die weitere Entwicklung ist aber stark verzögert oder stoppt sogar vollkommen. Somit sollte die Verwendung überlagerten Saatguts möglichst vermieden werden. Siehe auch Meldung „Feuchtigkeit ist der Feind der Saatgutqualität!“)

 

Links überlagertes, rechts neues Saatgut

Trockenheit

Auf den ab Ende März gesäten Flächen kam es aufgrund rascher Auftrocknung nach der ersten Bodenbearbeitungsmaßnahme und in der Folge klutigem Saatbett nicht selten zu Problemen bei der Keimung. Durch das unterschiedliche Wasserangebot kommt es nach z.T. zögerlichem Aufgang zu deutlichen Entwicklungsunterschieden, sog. Etagenrüben. Problematisch bei dieser Pflanzenentwicklung ist vor allem die erschwerte Unkrautbekämpfung (Empfindlichkeit der Rüben und Spritzschatten unterschiedlich).

 


Etagenrüben aufgrund von Trockenheit

 

Schädlinge

Aus der Praxis hört man vor allem von Befall mit Bodenschädlingen wie z.B. Larven der Sumpf-/Kohlschnake (Tipula). Diese nagen im und auch knapp oberhalb des Bodens das Hypokotyl durch.
Außerdem kam es schlagweise zu umbruchwürdigem Schaden durch Mäusefraß an den noch nicht gekeimten Pillen. Durch Schnecken verursachter Schaden tritt in diesem Jahr bisher selten auf.

 

 

 

Tipula Larve


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