21.02.2014 Überregional

Frühsaat – die große Versuchung

Die Risiken richtig einschätzen

Temperaturen über 10°C, Sonnenschein und Wind, der dazu führt, dass die Böden zusehends abtrocknen. Kann man jetzt schon an die Rübensaat denken? Ja, man kann, aber man sollte auch die Risiken richtig einschätzen:

  • Eine verlängerte Auflaufphase erhöht das Risiko von Schäden durch die Waldmaus.
  • Regenereignisse können auf schluffreichen Böden zu Verkrustungen führen.
  • Sehr früh gesäte Rüben liefern einen relativ kleinen potentiellen Mehrertrag, da es durch die kühlen Temperaturen zu einem verzögerten Auflaufen und zu einer langsamen Jugendentwicklung kommt.
  • Das Schossrisiko ist bei Tageslängen über 12 Stunden und Tagesdurchschnitts -Temperaturen unter 12°C deutlich erhöht.
  • Eine langsame Jugendentwicklung der Rüben erhöht den Ertragsschaden von Nematoden.

Unter Abwägung aller Aspekte ist in der Regel eine Aussaat erst ab Mitte März zu empfehlen, sofern der Boden dann ausreichend abgetrocknet und die Wetterprognose günstig ist. Übrigens spielt Frost bei der Bewertung einer Frühsaat keine Rolle, da sich das Risiko erfahrungsgemäß bis Ende April nicht ändert. Nur eine Teilfläche früh zu säen, mindert zwar das Gesamtrisiko, erhöht aber den Arbeitsaufwand, weil Pflegemaßnahmen nicht mehr einheitlich durchzuführen sind.

In den nächsten Wochen werden wir über anstehende Arbeiten zur Bodenbearbeitung und Düngung berichten.


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