17.02.2014 Überregional

Risiko Vorfruchtherbizide

Schläge prüfen bevor es zu spät ist

Damit Sie nach dem Auflaufen der Rüben im Frühjahr keine böse Überraschung erleben, sollten Sie jetzt noch einmal ihre Rübenschläge auf mögliche Risiken durch in der Vorfrucht (insbesondere Mais) eingesetzte Herbizide überprüfen.

Oft werden die Schäden (bis hin zum Totalausfall) erst nach der 1. NAK sichtbar. Das wiegt besonders schwer, denn sowohl die fortgeschrittene Vegetation als auch die applizierten Rübenherbizide lassen kaum Möglichkeiten für eine Neusaat irgendeiner Kultur.

Die Tabelle Herbizid-Nachbauprobleme gibt Hinweise zu Risiken die aus den Produktinformationen bekannt sind und berücksichtigt zusätzlich negative praktische Erfahrungen.

Das sollten Sie beachten:

1.     Rübenschläge (insbesondere nach Vorfrucht Mais) vor der Aussaat auf Herbizide mit Schadpotential kontrollieren.

2.     Bei schädlicher Herbizidbelastung prüfen, ob eine intensivere Bodenbearbeitung das Schadensrisiko ausreichend mindern kann.

3.     Schon jetzt darauf achten, welche Herbizide in anderen Kulturen nicht angewendet werden sollten und nach Alternativen suchen.

4.     Vorsicht bei der Ausbringung von Mist, Gülle und Jauche von Tieren und Gärsubstrat aus Anlagen, die mit Simplex und Runway behandeltem Grüngut gefüttert wurden. Hier sind auch nach 12 Monaten noch Schäden an den Zuckerrüben zu erwarten!


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