| Sortenleistung | |
|
Die Entscheidung für eine geeignete Zuckerrübensorte mit guter Saatgutqualität stellt sich jährlich neu und ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Zuckerrübenanbau.
Die Grundlagen für diese Entscheidung liefern die Regionalen Arbeitsgemeinschaften (ARGE). Sie führen in enger Abstimmung mit dem Koordinierungsausschuss (KA) am
Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ) Göttingen bundesweit Sortenversuche durch. Sorten
In den Sortenvergleichen werden die Leistungsmerkmale Rübenertrag, Zuckergehalt und die Melassebildner Kalium, Natrium und Aminostickstoff festgestellt. Neben den Ertrags- und Qualitätsmerkmalen sind für eine Sortenbeurteilung auch weitere Leistungsmerkmale wie z.B. Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheiten und Schossen von Bedeutung. Normalsorten Normalsorten besitzen keine Resistenzen und Toleranzen gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Rizomania-tolerante Sorten Rizomania-tolerante Sorten tolerieren den Befall mit Rizomania und erzielen auch auf Nichtbefallsflächen vergleichbare Ergebnisse wie Standardsorten. Nematoden-resistente Sorten Nematoden-resistente Sorten tolerieren und reduzieren den Nematodenbefall und sollten ab einem Befall von ca. 700 E+L angebaut werden. Unter Nichtbefall sind diese Sorten den nicht-resistenten Sorten unterlegen (s. Heterodera Broschüre). Rhizoctonia-resistente Sorten Rhizoctonia-resistente Sorten tolerieren teilweise einen Befall mit Rhizoctonia, und die Rüben zeigen eine geringere Symptomausprägung. Sie sollten nur auf Befallsstandorten angebaut werden, da ihre Leistung unter Nichtbefall schwächer ist als die nicht-resistenter Sorten (s. LIZ-Rhizoctoniafäule).
|
