Saat / Bestandesdichte

Saat

Das Ziel der Aussaat ist ein zügiger Feldaufgang und eine gleichmäßige Pflanzenverteilung bei einem hohen Pflanzenbestand.

Zuckerrüben sollten ab zweiter Märzhälfte auf abgetrocknetem Boden gesät werden. Bei der Aussaat ist die Tiefenablage bzw. die Bedeckungshöhe mit Erde von entscheidender Bedeutung. Generell gilt: Je tiefer die Ablage, desto schwieriger werden die Auflaufbedingungen, wie nebenstehende Abbildung zeigt. Insbesondere auf schluffhaltigen Böden mit hoher Verschlämmungsgefahr sollte auf eine flache Ablage (ca. 1 cm) geachtet werden. Wichtig für eine rasche Keimung und einen guten Feldaufgang ist, die Rübenpillen auf eine wasserführende Schicht zu legen und mit etwas loser Erde zu bedecken. 221-03
Quelle: KWS

Bei allzu flacher Ablage besteht andererseits die Gefahr, dass die Rübenpillen von der Feldwaldmaus gewittert und "geknackt" werden bzw. die Rübenkeimlinge vertrocknen und auf diese Weise Pflanzenausfälle entstehen.

Vor jeder Aussaat sollte der ordnungsgemäße Zustand der Drillmaschinen kontrolliert werden:

  • Abnutzungsgrad der Schare und Zellräder
  • Einstellung der vor- und nachlaufenden Werkzeuge (z.B. Klutenräumer, Zustreicher)
  • Verschleißteile wie Ketten, Lager und Buchsen

Bei der eigentlichen Aussaat ist neben der Ablagetiefe auch auf die gleichmäßige Ablageentfernung der Pillen in der Reihe zu achten. Deshalb sollte die Fahrgeschwindigkeit bei Sägeräten mit außenbefüllten Zellrädern 5,5 km/h und bei solchen mit innenbefüllten Zellrädern 7 km/h nicht überschreiten. Ansonsten kommt es zu einem Verrollen der Pillen und entsprechend ungenauer Ablage. Nicht die Wahl der Nachläufer ist von entscheidender Bedeutung, sondern deren Einstellung: Die Rübenpille muss auf eine wasserführende Schicht gedrückt und mit etwa 1 cm loser Erde bedeckt werden.

Pflanzenbestand

Ein hoher, gleichmäßiger Pflanzenbestand ist die Voraussetzung für eine gute Unkrautunterdrückung und hohe Erträge.

Der Pflanzenbestand ist das Resultat aus Ablageentfernung in der Reihe, Reihenabstand und Feldaufgang. Es sollten Bestandesdichten von 80.000 - 95.000 Pflanzen / ha angestrebt werden. In mehrjährigen Versuchen konnten dabei die besten Zuckererträge und Qualitäten und die geringsten Rodeverluste bei niedrigem Erdanhang erzielt werden. Der Feldaufgang wird hauptsächlich durch die Witterung (Niederschlag, Frost) beeinflusst. So ist die Verschlämmungsgefahr auf schluffhaltigen Böden und die Frosteinwirkung auf lockeren, puffigen Standorten besonders gut. Durch eine dem Standort (Bodenart, Klima) angepasste Bodenbearbeitung kann der Witterungseinfluss reduziert werden. Grundsätzlich wird die Bestandesdichte durch die Wahl der Ablageentfernung in der Reihe beeinflusst.

Pflanzenzahl je Hektar (ha) in Abhängigkeit von Saatkornabstand, Reihenentfernung und Feldaufgang

45 cm Reihenabstand
Saatkornabstand
in der Reihe
(cm)
Aussaat
in Pillen
1.000 / ha
Feldaufgang (%)
50 60 70 80 90
Pflanzenzahl (1.000 / ha)
18124 6274 8799 112
19117 5970 8294 105
20111 5667 7889 100
21106 5364 7485 95
22101 5161 7181 91
2397 4958 6878 87
50 cm Reihenabstand
Saatkornabstand
in der Reihe
(cm)
Aussaat
in Pillen
1.000 / ha
Feldaufgang (%)
50 60 70 80 90
Pflanzenzahl (1.000 / ha)
18111 5667 7889 100
19105 5363 7484 95
20100 5060 7080 90
2195 4857 6776 86
2291 4655 6473 82
2387 4452 6170 78
Grün hinterlegt: Bereich der idealen Bestandesdichte

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