| Beregnung | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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Zuckerrüben stellen auf Grund ihrer hohen Leistungsfähigkeit auch auf Standorten mit unregelmäßiger
Wasserversorgung eine wichtige Einkommensquelle für die landwirtschaftlichen Betriebe dar, wenn die Feldberegnung auf
ausreichende Wasservorräte zurückgreifen kann. Gründe für eine Beregnung
Beregnung stellt ein sehr teures Betriebsmittel dar, welches aber sinnvoll in Zuckerrüben eingesetzt die Erträge auf einem höheren Niveau
stabilisiert und bessere Qualitäten garantiert. Ein Trockenstress von Zuckerrüben in den Sommermonaten kann somit durch eine Beregnung minimiert
werden.
Beregnungseinsatz
Mäßige Trockenheit bis zum Bestandesschluss hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die Assimilationsleistung
der Zuckerrüben. Auch während des Sommers verträgt die Zuckerrübe Trockenheit über einen längeren
Zeitraum unbeschadet. Beregnung ist dann erforderlich, wenn anhaltende, bis in die Abend- und Nachtstunden hinreichende
Welke die Assimilationsleistung der Zuckerrüben deutlich mindert. Auf solchen wasserarmen Standorten sollte bereits vor
Erreichen dieses Welkepunktes (= Austrocknungsgrad des Bodens) mit der Beregnung begonnen werden. Ist der Welkepunkt
erreicht können die Pflanzenwurzeln keine vergleichbar hohe Saugspannung entwickeln, um das Wasser aus dem Boden
aufzunehmen. In den Leitungsbahnen der Pflanze reißt der kapillare Wasserstrom von den Wurzeln zu den Blättern ab,
es tritt Luft ein. Als Folge welkt die Pflanze.
Tabelle:
Die Zuckerrüben können bei guter Blattentwicklung bis zu 6 mm Wasser am Tag verdunsten. Sie beginnen zu welken,
wenn der Wassergehalt des Bodens auf weniger als 50 % der nutzbaren Feldkapazität absinkt. Deshalb sollten im
Beregnungsbetrieb täglich die Niederschläge kontrolliert werden. Die notwendigen Verdunstungswerte hierzu liefert
die Beratung. Die Wassermenge pro Beregnungsgang sollte sich nach den Witterungsaussichten bzw. dem Bodenwassergehalt
richten.
Um Verschlämmungen der oberen Bodenschicht und Nährstoffverlagerungen zu vermeiden, sollte eine Wassermenge über
40 mm in einer Beregnungsgabe nicht überschritten werden. Werden 80% nFK erreicht, wird wegen der wahrscheinlichen
Versickerung von Nährstoffen und Wasser die Einstellung der Beregnung notwendig.
Mindestens einen Monat vor der Ernte der Zuckerrüben sollte die Beregnung beendet werden. Die in der Jahreszeit
natürliche Zunahme der Niederschläge hätte in Kombination mit Beregnungsmaßnahmen einen zu nassen Boden
und möglicherweise Verschlämmungen zur Folge, die die Befahrbarkeit der Schläge wesentlich verschlechtern würden.
Zur Bestimmung der Bodenfeuchte gibt es verschiedene Verfahren, die sich vor allem bezüglich Genauigkeit, Handhabung,
Einsatzmöglichkeit und Preis unterscheiden:
Eine unbegrenzte Wasserentnahme ist nicht möglich, da es von der unteren Wasserbehörde Mengenbegrenzungen gibt,
die von Region zu Region unterschiedlich sind und sich nach Bodenart und Grundwasserneubildung richten (50 – 100 mm pro Jahr
und Hektar Beregnungsfläche).
Durch die Beregnung steigen nicht nur die Erträge, sondern auch die Zuckergehalte, wie die Ergebnisse langjähriger
Versuche zeigen.
Versuche der LK Hannover belegen, dass es in Abhängigkeit von der Beregnung deutliche Unterschiede im Zuckergehalt gibt.
Die beregneten Varianten weisen einen höheren Zuckergehalt auf, als die unberegnete Variante, wobei es keinen
Unterschied machte, wie viel beregnet wurde. Die Wasserversorgung hat auf den Amino-N-Gehalt einen noch größeren
Einfluss als auf den Zuckergehalt. In trockenen Jahren stiegen die Amino-N-Gehalte in den unberegneten Varianten deutlich an.
Pro mm Beregnungswasser können als grober Anhaltswert 2,50 € Gesamtkosten (1,10 €/mm variable Kosten, 1,50 €/mm feste
Kosten) angenommen werden. In Abhängigkeit von der Ausstattung der Beregnungsanlage und der verregneten Wassermenge kann
dieser Wert stark variieren (von 1,50 bis 4,00 €). Steht kein Stromanschluss zur Verfügung und muss auf dieselbetriebene
Pumpen ausgewichen werden, steigen die Gesamtkosten auf 3,50 €/mm an.
Weitere Informationen und Internetadressen:
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