| Mäuse | |||||||
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Grundsätzlich ist zwischen zwei Mäusearten zu unterscheiden: 1. Feldwaldmaus (Apodemus sylvaticus) auch Springmaus genannt
Der Schaden, der auf einem frisch ausgedrillten Zuckerrübenschlag durch die Feldwaldmaus verursacht werden kann, ist
beachtlich. Dabei ist von der Saat bis zur Bildung der Keimwurzel (ca. 7 Tage) die Rübenpille durch Fraß
gefährdet. Eine Maus frisst pro Nacht durchschnittlich 800 Samen (maximal 1400!), die Anzahl der schädigenden
Mäuse je Schlag ist eher gering. Aussehen Die nachtaktive Feldwaldmaus erreicht eine Länge von 7-11cm. Sie hat eine spitze Schnauze, große Ohren, vorstehende Knopf-Augen und einen körperlangen Schwanz. Das Fell ist oberseits graubraun bis braunrot, bauchseits hingegen graugelblich gefärbt. Beschreibung
Schadbild
Bekämpfung Da die Waldmaus zu den geschützten Säugetierarten gehört ist eine Bekämpfung nur mit Ausnahmegenehmigung möglich. Das Aufstellen von Mausefallen sowie der Einsatz von Mäusegiften sind aufgrund des Artenschutzgesetzes nicht statthaft. Mögliche Alternativen sind: 1. Ablenkungsfütterung:
Hierbei handelt es sich um nachtaktive Greifvögel, deren Arbeit man durch das Aufstellen von Julen (Greifvogelsitze) erleichtern kann. Speziell die Schleiereule spielt bei der Bekämpfung der ausschließlich nachtaktiven Feldwaldmäuse eine wichtige Rolle. 3. Ackerbaulicher Aspekt: Die Gefährdung der Rübensaat ist weniger von der Population, als vielmehr von den Boden-und Klimabedingungen abhängig. Nahrungsalternativen wie Insekten fehlen bei niedrigen Bodentemperaturen in der oberen Bodenschicht und puffige, trockene Böden führen zu einer besseren Ortung der trockenen Pillen als feuchte, dichter lagernde Böden oder bereits feuchte Pillen-Hüllsubstanz. Da eine flache Aussaat in Verbindung mit einer Fingerdruckrolle den Mäusen das Aufspüren der Pillen erleichtert, kann in gewissem Rahmen als weitere vorbeugende Maßnahme eine moderate Erdbedeckung der Pillen (2 cm) sein. Jedoch sollte aus Gründen eines schnellen und sicheren Feldaufgangs die Ablagetiefe nicht größer als 3 cm sein. 2. Feldmaus (Microtus arvalis) Aussehen Die Feldmaus gehört zur Familie der Wühlmäuse. Sie ist durch eine stumpfe Kopfform, kleine Augen und Ohren und einem kurzen Schwanz gekennzeichnet. In Gewicht und Länge ähnelt sie der Feldwaldmaus. Schadbild
Biologie Charakteristisch für die Feldmaus sind Vermehrungszyklen mit einem Wechsel zwischen sehr hohen und sehr geringen Bestandesdichten. Unter günstigen Umweltbedingungen sind bis zu 5000 Mäuse/ha möglich. Untersuchungen belegen, dass die Populationsdichte alle zwei bis vier Jahre ein Maximum erreicht. Im Herbst ist nach 2-4 Würfen die höchste Populationsdichte erreicht, oft brechen Massenvermehrungen zum Frühjahr hin fast auf Null zusammen. Die Erklärung für die Zyklen liegt in einem Wechselspiel zwischen der hohen Vermehrungsfähigkeit der Feldmaus und den Nahrungs- und Witterungsbedingungen begründet. In Jahren mit optimalen Nahrungsbedingungen werden die Jungtiere bereits mit 2 bis 3 Wochen geschlechtsreif, so dass innerhalb kurzer Zeit hohe Dichten aufgebaut werden können. Bekämpfung Die Feldmäuse können mit Giftköderpräparaten bekämpft werden. Hermelin, Mäusewiesel oder Greifvögel bejagen ebenfalls Feldmäuse. Sie können einen dämpfenden Einfluss auf die Entwicklung des Feldmausbesatzes ausüben oder das Zyklusintervall strecken. |



