| Zwischenfrucht | |
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Mögliche Aussaattermin für Zwischenfrüchte zur Begrünung von Stilllegungsflächen liegen im April / Mai. Bei der Sommeraussaat
sollten Phacelia und Ölrettich bis Mitte August gesät werden, während dies bei Senf bis Anfang September möglich ist. Phacelia sollte Anfang bis Mitte August mit einer Aussaatmenge von 10 - 12 kg/ha (zu späteren Terminen 16 kg/ha) ausgesät werden. Als Dunkelkeimer verlangt diese Pflanze in der Regel eine Pflugfurche zur Erstellung eines guten Saatbettes. Dazu wird eine trockene Sommerfurche gepflügt und die Zwischenfrucht "hauptfruchtmäßig" bestellt. Die feinstängelige Frucht hat eine schnelle Anfangsentwicklung, friert über Winter sicher ab und bildet durch eine hohe Bodenbedeckung einen wirksamen Erosionsschutz im Frühjahr. Eine Mulchsaat ohne Saatbettbereitung kann durch die gegenüber dem Senf dünneren und zur Rübenaussaat oft brüchigeren Phaceliastängel optimal durchgeführt werden. Gelbsenf stellt geringere Anforderungen an das Saatbett. Mit einer Aussaatmenge von 15 - 20 kg/ha (höhere Menge bei pflugloser Bestellung) kann Gelbsenf auch zu späteren Terminen bis in den September hinein bestellt werden. Nematodenresistente Sorten sollten bis Mitte August gesät sein, damit die Pflanzen in der Lage sind, ausreichend früh zur optimalen Nematodenbekämpfung ein intensives Wurzelsystem aufzubauen. Senf hat eine schnelle Jugendentwicklung und geringe Ansprüche an Feuchtigkeit und Saattermin. Mit geeigneten Bestellkombinationen kann der Senf sehr gut pfluglos nach Bearbeitung mit Grubber oder Parapflug bestellt werden. Durch den Anbau von Ölrettich können Rübennematoden bei Einsatz nematodenresistenter Sorten (Resistenznote 1 oder 2) sicher zurückgedrängt werden. Dazu sind eine frühe Aussaat (Ende Juli / Anfang August), eine hohe Bestandesdichte und gleichmäßige Bestandesentwicklung erforderlich. Dieses gelingt zumeist durch die Aussaat des Ölrettichs nach Pflugfurche. Ein dichter Bestand ist Voraussetzung für die Unterdrückung von Unkraut und einer möglichen Rettichbildung, die Bodenbearbeitung und Rübenaussaat stark behindern kann. Ölrettich friert in milden Wintern nicht so sicher ab wie Phacelia oder Senf, was den Einsatz eines nichtselektiven Herbizides im Frühjahr erfordern kann. Bei Flächenstilllegung ist Ölrettich sehr gut geeignet, weil er nach dem Schlegeln wieder austreibt und den Boden weiterhin bedeckt. Hinweise zur Wahl der geeigneten Art und deren Anbau, sowie eine vergleichende Darstellung der Sorten enthält der LIZ-Leitfaden Zwischenfruchtanbau. Mit dem EDV-Programm LIZ-Zwischenfruchtanbau kann zusätzlich der Bekämpfungserfolg und der dadurch zu erwartende Mehrertrag im Zuckergewinn unter den gegebenen Bedingungen schon vor dem Anbau eingeschätzt werden.
Die Aussaat der Zwischenfrucht sollte sofort nach der Bearbeitung erfolgen, um die Bodenfeuchtigkeit zu nutzen. Dabei ist auf die Vermeidung von "Strohpaketen" im Boden zu achten. Eine gute Rückverfestigung des Saatbettes und Einhaltung einer optimalen Saattiefe von 1 - 2 cm sind Voraussetzung für gleichmäßige Bestände. Die Bestandesentwicklung wird durch eine Stickstoffgabe (organisch oder mineralisch) von mindestens 40 - 60 kg N/ha gefördert. Dieser Stickstoff kann den Zuckerrüben etwa zu 50 % angerechnet werden. Das Einmischen von 5 kg/ha Alexandrinerklee bei Gelbsenf oder Ölrettich fördert ebenfalls die Stickstoffbildung. Perserklee sollte nicht eingesetzt werden, da dieser Nematoden vermehren kann. Die zusätzlichen Kosten der Zwischenfruchtbestellung werden in der Regel durch den Gründüngungseffekt und den Beitrag zum Bodenschutz kompensiert.
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