| Organische Düngung | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Unter organischen Düngern versteht man die Wirtschaftsdünger (Stallmist, Jauche, Gülle, Trockenkot), die Stroh- und Gründüngung
und die Siedlungsabfälle
(Komposte und Klärschlamm). Wirtschaftsdünger und Stroh Durchschnittliche Inhaltsstoffe von Wirtschaftsdüngern (bezogen auf Frischmasse) und Stroh sind in folgender Tabelle dargestellt:
Werden Wirtschaftsdünger regelmäßig und / oder in größerem Umfang eingesetzt, sollte unbedingt eine Analyse der Inhaltsstoffe und der Trockenmasse erfolgen. Die Düngeverordnung bestimmt Umfang und Ausbringungszeiten für Wirtschaftsdünger. Gründüngung Die Gründüngung hat mehr den Charakter einer bodenverbessernden Maßnahme über die Durchwurzelung des Bodens und die Zufuhr von organischer Substanz. Neben der Stickstoffbindung (Leguminosenanbau) kann auch eine Nematodenbekämpfung bei entsprechender Wahl der Frucht (Senf, Ölrettich) und resistenter Sorte erfolgen. Für die Düngung der Hauptfrucht sollte die Menge Stickstoff angerechnet werden, die zur Gründüngung gegeben wurde. Siedlungsabfälle Die für Siedlungsabfälle durchschnittlichen Inhaltsstoffe sind in nachfolgender Tabelle aufgeführt: Durchschnittliche Inhaltsstoffe von Siedlungsabfällen
Die Düngermenge wird bei diesen Düngerformen durch die gesetzlichen Regelungen begrenzt. Die Klärschlammverordnung fordert Untersuchungen des
Schlammes und des Bodens. Diese Verordnung lässt ein Ausbringen nur in Grenzbereichen für bestimmte Schwermetalle zu. Zusätzlich begrenzt die Verordnung
die Gesamtmenge an Klärschlamm unabhängig von den Gehalten auf 5 t Trockenmasse (entspricht ca. 17 t FM) pro ha in 3 Jahren. Die Ausnutzung des Stickstoffs im Folgejahr schwankt zwischen 10 – 15 % bei Komposten, bis zu 70 % bei Gülle und Frühjahrsausbringung. Bei der Ausbringung im Herbst ist mit einer um 10 – 20 % geringeren Ausnutzung zu rechnen. Die übrigen Nährstoffe sind nahezu vollständig in die Düngerplanung mit einzubeziehen. In den folgenden Jahren kann mit einer Gesamtausnutzung des Stickstoffs bei Klärschlamm, Kompost und Stallmist von bis zu 50 % gerechnet werden. |
