N-Düngebedarfs-Ermittlung mit Nmin-Methode

Zur Ermittlung der mineralischen N-Düngemenge benötigt man den Soll-Wert und den Nmin-Gehalt des Bodens.

Der Soll-Wert ist in einer Reihe von Versuchen immer wieder ermittelt und bestätigt worden. Er schwankt zwischen 120 und 180 kg N/ha und ist in seiner Höhe abhängig von Standort und Bewirtschaftung (Anteil des Stickstoffs in der organischen Substanz, Mineralisationsleistung des Bodens).

Bei der Nmin-Methode handelt es sich um die Feststellung des pflanzenverfügbaren Stickstoffs im Boden. Die Probenahme findet vor der Stickstoff-Düngung im Februar/März statt.
Vorteil der Analyse: Relativ genaue Erfassung des aktuellen Gehaltes eines Bodens an mineralisiertem, aufnehmbarem Stickstoff.
Grenzen der Analyse: Je extremer die folgende Mineralisationsrate (in Abhängigkeit von Bodentemperatur und Feuchtigkeit), desto unsicherer ist die Düngung nach Nmin.

Ermittlung des Düngebedarfs

Soll-Wert: 120 bis 180 kg N/ha Nährstoffmenge (Bedarf) je nach Standort
und Bewirtschaftung festlegen
minus 
Nmin Stickstoff im Boden messen
nach Nmin-Methode (0-90 cm Tiefe)
gleich 
N-Düngung Mit Nährstoff ergänzen,
um den Soll-Wert zu erreichen

Bei der mineralischen Stickstoffdüngung zu Zuckerrüben sollte beachtet werden, dass die Höhe einer Einzelgabe an den Standort angepasst wird. Folgende Möglichkeiten sind beispielhaft aufgeführt:

Stickstoffdüngung in Abhängigkeit von der Bodenart

Bodenart Leichte BödenMittlere Böden Schwere Böden
Verteilung der Gaben Bis zu drei Gaben:
- 40% zur Saat (z.T vor der Saat), 40% bei 8 – 10 Blättern der Rübe, Rest zum Reihenschluss
Zwei Gaben:
- 60 - 70% der Menge zur Saat, Rest bei 8 – 10 Blättern der Rübe
- zur Saat in einer Gabe (besser vor als nach der Saat)

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