Mikronährstoffe Bor, Mangan, Schwefel, Natrium

Wichtige Funktionen im Stoffwechsel der Pflanze werden durch Mikronährstoffe, die nur in geringem Umfang von der Pflanze benötigt werden, beeinflusst, manchmal sogar bestimmt. Sie können zum begrenzenden Ertrags- und Qualitätsfaktor werden, wenn durch latenten oder akuten Mangel der Bedarf der Kulturpflanze nicht gedeckt werden kann.

Einer mangelhaften Versorgung kann durch eine der folgenden Düngungsmaßnahmen begegnet werden:

Düngung mit Mikronährstoffen bei Auftreten von Mangelerscheinungen

Nährstoff Bodendüngung
(bei latentem Mangel)
Blattdüngung
(bei akutem Mangel)
Bemerkungen
Bor - 0,5 - 1,0 kg/ha Bor

- auf schweren Böden
bis 3,0 kg/ha Bor

- auf leichten Böden
bis 2,0 kg/ha Bor

- bis 0,5 kg/ha Bor - keine Vorratsdüngung über
längeren Zeitraum im Boden möglich

- auswaschungsgefährdet

Mangan - auf schweren Böden
tritt latenter Mangel
kaum auf

- auf leichten Böden
bis zu 15 kg/ha
Mangansulfat (MnSO4)

- bis 10 kg/ha Mangansulfat (MnSO4) - Verfügbarkeit nimmt mit
steigenden pH-Werten ab

- pH-Werte unter 5,5 können
eine phytotoxische Wirkung
durch zu viel freies Mangan
auslösen

Schwefel - S-Mineralisation und
Schwefeleinträge aus der Luft
reichen i.d.R. zu Zuckerrüben aus

- Zufuhr als begleitender
Nährstoff in anderen Düngemitteln

- in Kombination mit z.B. Mangansulfat
oder Bittersalz wird Schwefel
ausreichend zugeführt
- keine Vorratsdüngung möglich,
da auswaschungsgefährdet

- Mangel zuerst auf leichten
Standorten mit Rapsanbau

Natrium - von 100 kg/ha Natriumoxid (Na2O)
(Sandböden)
bis 200 kg/ha Natriumoxid (Na2O)
(Kalksteinverwitterungsböden)
Keine - Bedarf wird größtenteils durch
die Grunddüngung gedeckt

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