Saatbettbereitung / Aussaat

Die Saatbettbereitung dient zur Vorbereitung einer exakten Aussaat. In möglichst wenigen Arbeitsgängen sollte der Boden saatfertig sein. Wichtige Maßgabe: Verdichtungen durch zu frühe (=nasse) Bearbeitung vermeiden.

Auch in naher Zukunft wird man auf eine Saatbettbereitung nicht verzichten können. Auf Mulchsaatflächen hat sich eine flache Bodenlockerung zur schnelleren Erwärmung des Bodens im Frühjahr bewährt. Drei Grundsätze für die Saatbettbereitung sollten generell beachtet werden:

  • Der Boden ist im Frühjahr häufig sehr druckempfindlich. Jede Überfahrt hinterlässt Spuren, die verdichtete und damit wachstumsbeeinträchtigende Bereiche schaffen können. Der Boden sollte möglichst mit einem Arbeitsgang saatfertig sein. Durch mehrfache Bearbeitung wird die Krümelstruktur zerstört, der Boden wird zu fein und ist stark verschlämmungsgefährdet.
  • Die Saatbettbereitung sollte möglichst flach erfolgen. Wird zu tief gelockert, geht wertvolle, für die Keimung notwendige Feuchtigkeit verloren. Auch ist eine ausreichende Rückverfestigung mit dem Ziel, das Keimbett an die darunter liegende, wasserführende Schicht anzuschließen, nicht gewährleistet. Ein ungleichmäßiger und häufig zu geringer Feldaufgang ist die Folge.
  • Der dritte Grundsatz beinhaltet, dass bei der Saatbettbereitung zwar flach gearbeitet werden soll, jedoch mindestens so tief, dass die Schlepperspuren unterfahren werden. Beim zu flachen Arbeitsgang ist in der Regel nicht genug Feinerde vorhanden, um die Saat ausreichend zu bedecken. Besonders in den Schlepperspuren liegt das Saatgut dann häufig frei und keimt, wenn überhaupt, erst nach erheblichen Niederschlagsmengen. Weiterhin besteht die Gefahr, dass nicht ausreichend bedecktes Saatgut von Mäusen aufgenommen wird.
  • Die Bauart der für die Saatbettbereitung eingesetzten Geräte ist bei sachgerechtem Einsatz von untergeordneter Bedeutung. Ob gezogene Saatbettkombinationen oder zapfwellengetriebene Geräte betrieben werden, ist im Einzelfall sowohl aus ackerbaulicher Sicht als auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht zu beurteilen. Wird eine Kreiselegge eingesetzt, sollte mit niedriger Zapfwellendrehzahl und relativ hoher Fahrgeschwindigkeit gearbeitet werden, um ein zu feines Saatbett zu vermeiden.


Einfluss langjährig reduzierter Bodenbearbeitung auf Bereinigten Zuckerertrag (BZE) und Zuckergehalt (ZG) auf einem schluffhaltigen Lehm in Südniedersachsen von 1993 – 2001

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