| Konservierende Bodenbearbeitung | |
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Während die konventionelle Bodenbearbeitung mit dem Pflug einen "reinen Tisch" hinterlässt und Ernterückstände der Vor- bzw. Zwischenfrucht im
Boden verteilt werden, verbleibt das organische Material bei der konservierenden Bodenbearbeitung an der Oberfläche bzw. in der oberflächennahen Schicht.
Dieses wird durch den Einsatz nichtwendender Geräte wie z.B. dem Grubber erreicht.
Folgende Zielsetzungen werden mit diesem Verfahren verfolgt:
Mit der konservierenden Bodenbearbeitung werden vergleichbare Zuckererträge wie beim konventionellen Anbau erzielt. Zusätzlich zeichnen sich Mulchsaaten im Herbst durch eine höhere Tragfähigkeit aus und sind dadurch oftmals besser rodbar. Die nachfolgende Abbildung informiert Sie über den Geräteeinsatz bei konventioneller und konservierender Bodenbearbeitung.
Die Mulchsaat kann mit oder ohne Saatbettbereitung erfolgen. Die Entscheidung darüber ist abhängig von der Verteilung des organischen Materials im Sähorizont und von den Bodenfeuchteverhältnissen. Zwischenfruchtmulch
In Lagen, in denen ausreichend Bodenfeuchte vorhanden ist, bietet der Anbau einer abfrierenden Zwischenfrucht (z.B. Gelbsenf) mit
ihrer Bodenbedeckung und - durchwurzelung ideale Voraussetzung für eine Mulchsaat. Strohmulch Nach sehr spät räumender Vorfrucht und in trockenen Lagen ist häufig kein Zwischenfruchtanbau möglich. Hier kann das auf dem Acker verbleibende Stroh für den Oberflächenschutz genutzt werden. Voraussetzung für das Gelingen einer Mulchsaat mit Stroh ist die gleichmäße Quer- und Längsverteilung möglichst kurz gehäckselten Strohs durch den Mähdrescher. Nach einer möglichst flachen Stoppelbearbeitung sollte im Herbst ein zweiter Arbeitsgang mit dem Grubber erfolgen. Die Lockerung auf mindestens 15 cm Tiefe sollte unbedingt unter trockenen Bedingungen durchgeführt werden, da Schmierschichten ein Hindernis für das Wurzelwachstum sind und zu extremen Ertragseinbußen führen können. Eine Tiefenlockerung im Frühjahr ist mit Ausnahme einiger sehr leichter Standorte nicht ratsam. Im Gegensatz zur Mulchsaat mit Zwischenfruchtanbau sind beim Strohmulch in der Regel keine Mulchsaateinrichtungen am Sägerät erforderlich. Mit einem Mulch-Bedeckungsgrad von bis zu 30 % bringt die Strohmulchvariante einen mittleren Erosionsschutz bei relativ geringen Kosten. Einfluss langjährig reduzierter Bodenbearbeitung auf Bereinigten Zuckerertrag (BZE) und Zuckergehalt (ZG) auf einem schluffhaltigen Lehm in Südniedersachsen von 1993 – 2001
Eine besondere Form der Mulchsaat stellt die Direktsaat dar, bei der ohne jegliche Bodenbearbeitung ab Ernte der Vorfrucht gesät wird.
Bei Zwischenfrucht- und Strohmulch ist im Frühjahr vor der Rübensaat eine Bekämpfung von nicht abgestorbener Zwischenfrucht, Altverunkrautung sowie Ausfallgetreide durch ein nicht selektives Herbizid (Glyphosat) in der Regel notwendig. |



